am Drachensee

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Drachensee-Geschnatter PDF Tisk Email

 In unserer Rubrik "Drachensee-Geschnatter" finden Sie Berichte und Bilder über aktuelle Naturereignisse rund um den Drachensee.


Frühling am Drachensee - Vogelpärchen

Ein Osterspaziergang am Drachensee bietet Gästen und Einheimischen derzeit viele Naturerlebnisse. Neben dem Ergrünen der Landschaft ist es vor allem die Vielfalt der Vogelwelt, die Naturfreunde fasziniert. Das Frühlingserwachen am Drachensee läßt Vogelpaare erleben, die man sonst das Jahr über nicht mehr so nahe beinander beobachten kann.

Heribert Mühlbauer, der Ehrenvorsitzende der LBV-Kreisgruppe Cham, stellt mit seinen Fotos heute Arten vor, die vielen Besuchern des Sees schon vertraut sind, weil sie fast über das ganze Jahr beobachtet werden können. Haubentaucher, Graugans, Höckerschwan, Stockente und Lachmöwe gehören zu den Erstbesiedlern und Brutvögeln des Sees, während die sehr seltenen und gefährdeten Bekassinen besonders heimliche Bewohner des Wiesenbrütergebietes sind.

Haubentaucher

 

 


Die Haubentaucher sind seit der Flutung des Sees, im Mai 2009, alljährlich Brutvögel in mehreren Brutpaaren in der Ökozone und auch in der Ösbühler Bucht. Männchen und Weibchen besitzen das gleiche Federkleid. Derzeit kann man Haubentaucher bereits gut bei der Balz und auch schon beim Nestbau beobachten. Durch stark wechselnden Wasserstand und andere Störungen gab es im letzten Jahr leider keinen Bruterfolg.

Graugans


Graugänse gehören auch seit der Flutung zum Erscheinungsbild des Drachensees. Beide Partner sind gleich gefärbt, die Männchen meist etwas größer. Eigentlich sollten derzeit schon Junge zu beobachten sein, aber streunende und wildernde Hunde dürften schuld sein, wenn es heuer mit dem Gänsenachwuchs nicht klappt. Derzeit halten sich übrigens auch noch Nil- und Rostgänse brutverdächtig vor allem im Ökozonenbereich auf.

 

Höckerschwan

 


Der Höckerschwan ist ebenfalls von Anfang an Brutvogel am Drachensee. 1 bis 3 Brutpaare gibt es jedes Jahr im Bereich der Ökozone und der Ösbühler Bucht. Im letzten Jahr wurde kein Jungschwan flügge, weil der Schwanenvater unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt, die Männchen sind aber etwas größer und besitzen meist auch einen größeren Nasenhöcker.

 

Stockente

 


Die Stockente ist über das Jahr gesehen die häufigste Entenart am Drachensee. Alljährlich ist sie Brutvogel in mehreren Paaren. Bald werden wohl auch die ersten Entenjungen zu entdecken sein. Das mehr braune unauffällige Weibchen brütet alleine und zieht auch alleine ihre Jungen groß. Das derzeit farbig prächtige Männchen wird etwa ab Juni sein Gefieder wechseln und dann den Weibchen sehr ähnlich sehen.

 

Lachmöwe

 


Lachmöwen sind keine regelmäßigen Brutvögel am Drachensee, sie können aber das ganze Jahr über in oft größerer Anzahl beobachtet werden. Männchen und Weibchen tragen das gleiche Brutkleid. Der schokoladenbraune Kopf und das Rot von Schnabel und Beinen machen sie derzeit unverwechselbar. Sie fliegen und jagen bevorzugt in der Ökozone, aber sie können auch über den Grundsee und der Ösbühler Bucht beobachtet werden.

 

Bekassine

 


Die Bekassine als Vertreterin der Wiesenbrüter wie z.B. Kiebitz, Braunkehlchen oder Wachtelkönig haben die meisten Drachenseebesucher wohl noch nie gesehen oder gehört. Männchen und Weibchen tragen das gleiche Federkleid, ihr langer gerader Schnabel macht sie aber gegenüber anderen heimschen Arten unverwechselbar. Ihr Lebensraum sind die Wiesen im Verlandungsbereich des Sees. Deshalb sollten, vor allem auch in der Ösbühler Bucht, alle Besucher unbedingt auf dem Weg bleiben und Hunde an der Leine führen. Ansonsten ist das Aussterben und Verschwinden dieser und auch weiterer bedrohter Arten rund um unseren Drachensee nicht aufzuhalten.

 

 

 
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